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Erste Schlagabtauschrunde beendet:
Mitropa-Rally-Cup in Gaßner´ Hand?
(gpp) – Der Saisonauftakt und der erste Schlagabtausch im diesjährigen Mitropa-Rally-Cup sind vorbei, die deutsche ADAC Bayern-Rallye Oberland sowie die bp-ultimate-Rallye im österreichischen Lavanttal gelaufen – und beim ersten Blick auf die Zwischenstände im europäischen, inoffiziellen Championat der Amateure und Privatfahrer hat sich im Vergleich zum letzten Jahr auf den ersten Blick wenig geändert.
Die Surheimer Familie Gaßner steht wie gehabt an erster Stelle – allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen. Junior Hermann Gaßner steht nach seinem Sieg im oberbayerischen Pfaffenwinkel und der ebenso eindrucksvollen Vorstellung zwischen vereistem, steirischen Theklagraben und Schneeresten am Schulterkogel unangefochten – und verdient – , und mit bereits deutlichem Punktevorsprung an der Spitze des Mitropa-Cups, gefolgt von seinem (noch) amtierenden Vater. Ob überhaupt und wann je ein Youngster den MRC angeführt hat, ist in dessen Annalen leider nicht verzeichnet – auf jeden Fall aber eindrucksvoll und nennenswert!
Durhaus nennens- und beachtenswert ist auch der mit neuer Angriffslust und Schnelligkeit agierende Tscheche Jiri Tosovski auf Zwischenrang drei. Der Katovice´r Spediteur hat über den Winter offensichtlich neue Motivation und vielleicht auch einige zusätzliche PS in seinem ´GEORGE`-Mitubishi Lancer Evo gefunden und spielte damit nicht nur in den mitropa-Cup-Wertungen, sondern auch in den Gesamtwertungen der bisherigen beiden Rallyes eine tolle und nicht zu unterschätzende Rolle. Auf Platz vier rangiert der sympathische, slowenische Junior Rok Tuk vor Tosovski´s Landsmann, dem tschechischen Druckereibesitzer Jaroslav Mikulenka.
Auf Platz sechs ist der schwäbische Spediteur Thomas Wallenwein klassiert, der aus dem österreichischen Lavanttal „leider“ nicht mehr als die zehn Punkte für den Auslandsstart nach Hause bringen konnte. Auf Rang acht befindet sich mit Horst Eder der beste Österreicher, und auf Topp-Ten-Platz zehn rangiert mit Carlo Fornasiero der erste der in diesem Jahr leider sehr wenigen Italiener, der allerdings die schneereiche Oberland-Rallye ausgelassen, und erst bei der bp-ultimate-Rallye zum Mitropa-Rally-Cup gestoßen ist.
Insgesamt sind zur Zeit 26 Teams in den Mitopa-Rally-Cup eingeschrieben (dazu drei historische Teams, die vom österreichischen Ford Escort-Piloten Gerhard Openauer angeführt werden), von denen sogar vier – aus welchen Gründen auch immer – noch gar nicht am Start einer einzigen Rallye gewesen sind. Sollten sich auch hier Auswirkungen der Krise zeigen?
In der eigenen Mitopa-Cup-Beifahrerwertung rangiert die Beifahrerin von Hermann Gaßner Junior, Kathi Wüstenhagen, mit deutlichem Vorsprung vor dem slowenischen Junioren Enej Loznar-Kranijc und dem Mikulenka-Co Vladimir Dolinek. Auf Platz ist befindet sich die amtierende Beifahrer-Meisterin Karin Thannhäuser mit erst einer einzigen Veranstaltung vor dem Österreicher Kurt Jabornig (Beifahrer bei Horst Eder).
Der Mitropa-Rally-Cup ist in seinem 45. Jahr 2009 also zur Zeit fest in Gaßner´scher Hand, da aber vor allem Hermann junior auch seine Lernphase und –kurve nach oben anpassen und erweitern will, wird es interessant sein zu beobachten, wie er seine momentane Führung verteidigen oder sogar ausbauen kann, wenn er sich zu- und außerdem an Rallyes zur Deutschen und Weltmeisterschaft beteiligt.
Die nächste Veranstaltung zum Mitropa-Rally-Cup findet vom 8. bis 10. Mai mit der Saturnus-Rallye rund um Landeshauptstadt Ljubljana in Slowenien statt. An den drei Veranstaltungstagen sind etwa 543 Kilometer mit 16 Wertungsprüfungen über 220 km zu absolvieren. Den Auftakt bildet – wie im vergangenen Jahr – eine 1,28 km lange Zuschauerprüfung am Freitagabend ab 19 Uhr im Stadion von Ilirija, bevor es am Samstag ab 7:41 Uhr auf drei, jeweils dreimal zu befahrende Wertungsprüfungen (WP) geht. Höhepunkt der Saturnus-Rallye ist der Sonntag, an dem ab 8:00 morgens noch einmal drei WP´s jeweils zweimal gefahren werden. Das Rallye-Ziel erreichen die Teams in Ljubljana wieder ab etwa 15 Uhr.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.mitropa-rally-cup.de.
Gerd Plietsch
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