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Im Rahmen der Österreichischen Staatsmeisterschaft fiel bei der bp ultimate Rallye im Lavanttal (Kärnten)
auch der Startschuss zum 46. Mitropa Rally Cup. Bei der ersten von insgesamt acht Veranstaltungen trafen
die 26 Mitropa Cup Teams auf ein international besetztes 132 starkes Teilnehmerfeld aus neun Nationen,
was den Reiz der ohnehin beliebten Rallye noch erhöhte. Fast 180 km, verteilt auf 12 äußerst
anspruchsvollen Wertungsprüfungen (WP’s) und eine Gesamtdistanz von knapp 400 km mussten bewältigt
werden, bevor die ersten Punkte vergeben werden konnten.
Doch zuvor waren die Mitropa Cup Teilnehmer wieder zur traditionellen und allseits sehr beliebten „Kärntner
Jaus’n“ eingeladen. Ein willkommener Anlass, die Kollegen nach der langen Winterpause wieder zu sehen
und Neuzugänge zu begrüßen. In gemütlicher Atmosphäre genießt man die Spezialitäten, führt das eine oder
andere Benzingespräch und fachsimpelt ein wenig.
Am Freitagnachmittag hob sich um 15.00 Uhr die Startflagge für die ersten 25 Teilnehmer mit den
historischen Fahrzeugen. Sechs Teams, darunter der Vorjahressieger, Gerhard Openauer (Ford Escort RS
2000) kämpften in dieser Gruppe um Mitropa Cup Punkte. Die volle Punktzahl konnte dann auch auf dem
Konto der Österreicher Gerhard Openauer und seinem Beifahrer Wolfgang Scheitz für ihren überlegenen Sieg
gut geschrieben werden. Zweite wurden Ales Jiratko und Milan Skocovsky aus Tschechien auf einem BMW
2002 TI vor Karl Wagner und Wolfgang Viakowsky im Porsche 911.
Die Sonne trotze den schlechten Wetterprognosen und lockte laut Polizeiangaben an den beiden
frühlingshaften Tagen rund 55.000 Zuschauer an die Strecke. Die Fans bekamen feinsten Motorsport
geboten. Bei den modernen Rallyefahrzeugen gab es ebenfalls packende Duelle, aus denen letztendlich der
Österreicher Mario Saibel als Sieger in der Mitropa Rally Cup Wertung hervor ging. Platz zwei ging an den
bayerischen Mitsubishi Piloten Hermann Gaßner, der mit Beifahrerin Karin Thannhäuser allerdings am
Morgen des zweiten Tages patzte und damit seine Siegchancen verlor. Der Tscheche Jiri Tošovsky folgte auf
Rang drei und meldete damit seine Ambitionen auf eine Wiederholung seines Mitropa Cup Sieges von 2006
an.
Bei den Zweiradangetriebenen Fahrzeugen hatte der Italiener Renato Novello im Peugeot 205 Rally die Nase
ganz weit vorn, profitierte allerdings vom Ausfall der Tschechen Jan Slehofer/ Zbynek Sobehart, die mit ihrem
Fiat Punto S1600 bis zum technisch bedingten Ausfall auf der achten Wertungsprüfung diese Wertung
angeführt hatten.
Im Zwischenklassement steht aufgrund der zusätzlichen 10 Auslandsstartpunkte allerdings Hermann Gaßner
an erster Stelle, gefolgt von Mario Saibel, der nur zwei Punkte dahinter liegt.
Auf dem dritten Rang dann die Überraschung: Die slowenischen Rallyeamazonen Asja Zupanc (Ljubljana) und
Tajda Turk (Idrija) überzeugten mit schnellen Zeiten und fuhren eine tadellose Rallye. Neuzugang Dr. Marius
Klein freut sich über den fünften Tabellenplatz.
Die Beifahrerwertung wird von Karin Thannhäuser (Ufering) angeführt, Teamkollegin Tajda Turk liegt auf
Rang zwei. Danach folgen die beiden männlichen Beifahrerkollegen Josef Kral (CZ) und Neuzugang Jörn
Limbach.
In knapp vier Wochen werden die Karten neu gemischt. Dann trifft sich die Mitropa Cup Familie
zum nächsten „Duell“ in Ljubljana (Slowenien) bei der 33. Rally Saturnus. Wiederum wird ein überaus starkes
Teilnehmerfeld erwartet. Die Gesamtdistanz von 630 km mit 16 Wertungsprüfungen über 214 km wird zur
nächsten Bewährungsprobe für die Teilnehmer im Mitropa Rally Cup 2010.
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