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In der slowenischen Hauptstadt Ljubljana trafen sich 14 der 28 eingeschriebenen Teams zur zweiten Runde
im diesjährigen Mitropa Rally Cup. Die 33. Ausgabe der Rally Saturnus gehört auch slowenischen
Rallyemeisterschaft und für den FIA European Rally Cup wurden ebenfalls Punkte vergeben. Somit mischten
sich die Mitropa Cup Teilnehmer unter ein qualitativ hochwertiges Starterfeld, das vom mehrmaligen
tschechischen Meister und Vorjahressieger Vaclav Pech jun. angeführt wurde.
Auftaktprüfung war traditionell am Freitagabend die Sandbahn im Stadion von Ljubljana. Im Licht der
untergehenden Sonnen geigte der Tscheche Jan Šlehofer in seinem Fiat Punto vor den jubelnden Zuschauern
drei Runden lang quer um die Bahn und fuhr die schnellste Zeit unter den Mitropa Rally Cup Teilnehmern.
Sorgenvolle Gesichter blickten am nächsten Tag zum Himmel. Fast 370 km Distanz und ein Drittel davon
waren auf Bestzeit zu bewältigen...die Wahl der Reifen wurde zum Lotteriespiel. Vom strahlendem
Sonnenschein über dunkle Wolken bis hin zu kurzen, heftigen Regenschauern wurde auf dieser ersten Etappe
alles geboten. Für die Österreicher Georg Reitsberger und Herbert Knödl war die Rallye allerdings schon nach
der ersten Prüfung am Morgen beendet. Am historischen Porsche waren zwei Zylinder ausgefallen und so
blieb als einzige historische Mitropa Rally Cup Paarung die tschechischen Kollegen Aleš Jiratko mit Co Milan
Skočovsky im BMW zurück. Mit der Zielankunft übernahmen sie auch die Tabellenführung bei den
historischen Fahrzeugen.
Im zweiten „Ringerl“ – Drei Prüfungen, jeweils 8,40 km, 15,80 km und 8,70 km lang, mussten je drei mal
absolviert werden – erwischte es die Italiener Massimo Pastrello und Andrea Prizzon mit technischen Defekt
an ihrem Renault Clio. Jaroslav Mikulenka und Vladimir Dolinek (CZ) sahen auch beim zweiten Lauf keine
Zielflagge: Die Technik an seinem Mitsubishi streikte nach der WP (Wertungsprüfung) neun und nach dem
Re‐Start am Sonntag folgte zwei Prüfungen vor Schluss das endgültige Aus.
Am Ende der ersten Etappe teilten sich – aus Mitropa Cup Sicht – vier Nationen die ersten vier Plätze:
Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser lagen im Mitsubishi Evo X vorn, gefolgt vom Evo IX aus dem
eigenen Haus mit dem slowenischen Damenteam Asja Zupanc und Tajda Turk. Die Mädels verblüfften so
manche männliche Kollegen und lagen sensationell auf dem achten Gesamtrang. Danach folgte schon die
tschechische Punto‐Besatzung Šlehofer/Viktora. Das Quartett komplettierten die Österreicher Peter
Schuhmacher und Günther Baumgartner im Evo IX.
Der nächste Morgen zeigte sich schon wieder freundlicher. Die Sonne bahnte sich im Laufe des Vormittags
ihren Weg durch die slowenischen Wolken, aber die Wertungsprüfungen hatten nach wie vor ihre Tücken.
250 km warteten auf die verbliebenen 54 Teams, knapp 50% (115 km) davon waren auf
sechs WP’s (drei verschiedene) verteilt.
Die größte Herausforderung war „Višnja Gora“, eine WP mit knapp 30 km, die auf dieser zweiten und letzten
Etappe zweimal ‐ als WP 13 und 16 – „überstanden“ werden musste. Dazwischen lagen die WP’s „Janče“(18
km) und „Metnaj“ (11 km).
Für Dr. Marius Klein und Jörn Limbach (Mitsubishi Evo VII) zerschellten nach einer guten Vorstellung die
greifbar nahen Mitropa Cup Punkte am frühen Morgen in WP 10 an einer Mauer.
Drei Prüfungen weiter ‐ auf WP 13 ! ‐ kam auch für die Italiener Elvio Volpato/Michaela Graziato im Fiat
Punto nach einem Ausritt das vorzeitige Ende.
Somit blieben noch acht Mitropa Rally Cup Teams übrig, die am Sonntagnachmittag über die Zielrampe in
Ljubljana fahren konnten. Auf den ersten Plätzen gab es keine Veränderungen mehr. Der Siegerpokal ging an
Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser im Evo X, die damit ihre Führung ausbauen konnten.
Jan Šlehofer und Stanislav Victora, die Sieger in der Klasse A6 und 8. in der Gesamtwertung blieben ebenfalls
auf Rang drei und nahmen die schnellen slowenischen Mädels Asja Zupanc und Tajda Turk
(7. in der Gesamtwertung !) als zweitplatzierte im Mitropa Rally Cup in die Mitte. Peter Schuhmacher und
Günther Baumgartner beendeten ihre erste Ausfahrt mit dem Mitsubishi Evo IX auf dem 14. Gesamtrang und
4. Platz in der Mitropa Cup Wertung. Mit diesem guten Ergebnis rücken die Österreicher nun auf den 3.
Tabellenplatzvor. Asja Zupanc und Beifahrerin Tajda Turk liegen im
„Teamsandwich“ nun sensationell auf dem zweiten Gesamtrang.
Runde drei im Mitropa Cup wird in knapp zwei Wochen beim tschechischen Meisterschaftslauf, der
38. Rally Cesky Krumlov (21./22. Mai 2010) ausgetragen.
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