Pressemitteilung 4
38. Rally Český Krumlov – 3. Lauf zum Mitropa Rally Cup 2010
Reifenschaden verhindert ersten Mitropa Cup Sieg von Jan Slehofer

Die sensationelle Fahrt von Jan Šlehofer und Zbyněk Soběhart in ihrem kleinen Fiat Punto S1600
wurde nicht gebührend belohnt. Bei der 38. Rallye Český Krumlov begeisterte der 25‐jährige Pilot aus Kdyne auf heimischen Boden mit spektakulärer Fahrweise die zahlreichen Zuschauer. Am Ende der ersten Etappe hatte er rund 30 Sekunden Vorsprung auf die im Mitropa Rally Cup Führenden Hermann Gaßner und Karin Thannhäuser (Mitsubishi Evo X) herausfahren können. Das konnte der Surheimer natürlich nicht auf sich sitzen lassen. So entbrannte am zweiten Tag ein spannender Kampf um den Sieg in der Mitropa Cup
Wertung. Nach der Superspecial „Č. Budějovice“, einem Zuschauerrundkurs auf dem Messegelände betrug
der Rückstand nur noch 12,7 Sekunden. Drei Prüfungen standen noch aus, darunter auch die fast 30 km lange „Malonty“. Da kamen Jan Šlehofer und Zbyněk Soběhart exakt eine Minute später als Gaßner und mit
einem defekten Reifen in’s Ziel. „Das ist Rallyesport“ so der faire Sportsmann und Hermann Gaßner erklärte
anerkennend: „Ohne seinen Reifenschaden wäre es – wenn überhaupt – sehr schwer geworden, den Sieg
hier zu erringen“ Im Ziel betrug der Vorsprung 1:03,5 Minuten !
Eigentlich war jeder ein Sieger, der am frühen Samstagabend, nach 12 extrem schweren Wertungsprüfungen (WP) über 180 km über die Zielrampe in Krumlov fahren konnte und die Distanz von über 500 km überwunden hatte. Die Ausfallquote von 64% unterstreicht die Härte der Veranstaltung die im Übrigen sehr gut organisiert war. Dabei traf es nur einen von sechs gestarteten Mitropa Cup Teilnehmern: Timo Heinen und Benedikt Hofmann vom MSC Freyung mussten ihren Renault Clio in WP 9 mit einer defekten Antriebswelle ausrollen lassen. Ansonsten herrschte neben den Siegern Gaßner/Thannhäuser das Hausrecht: Jan Šlehofer und Zbyněk Soběhart auf Rang zwei. Jiří Tošovský und sein Co Josef Král (Mitsubishi Evo IX) komplettierten das Siegertrio. Auf Rang vier unterbrachen Asja Zupanc und Beifahrerin Tajda Turk aus Slowenien die „Männerdomäne“ und lieferten mit dem 19. Gesamtrang eine tadellose Leistung ab. David Tomek (CZ), der im April seinen 23. Geburtstag feierte, ist 2010 der jüngste Pilot im Mitropa Rally Cup Feld.
Mit seinem Beifahrer Marek Zeman brachte auch er seinen Renault Clio R3 Max auf dem 28. Gesamtrang in’s Ziel.
Bei den historischen Fahrzeugen haben Gerhard Oppenauer und Wolfgang Scheitz (Ford Escort RS2000) mit
ihrem Sieg nun – wenn auch nur mit zwei Zählern Vorsprung ‐ die Tabellenführung bei den historischen
Fahrzeugen übernommen. Zweite wurden Michael Schauer und Jürgen Scheidl im Alfa Romea Giulia Super
1600 vor Hans und Renate Wieger. Hannes und Beatrix Erfurth mussten ihren Porsche 911 SC schon nach der zweiten WP mit einem technischen Defekt aufladen und die vorzeitige Heimreise antreten.
Viel Zeit zum Erholen bleibt der „Mitropa‐Cup‐Familie“ nicht, denn schon in knapp zwei Wochen fällt die vierte Entscheidung im Rahmen der Castrol‐Judenburg‐Pölstal‐Rallye rund um Zeltweg.

 

 
 
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